Hintergrund
Das Jugendpastorale Zentrum „Areopag“ ist ein Ort für die Jugend von Recklinghausen. Jungen Menschen, die den Großteil ihrer Freizeit in der Innenstadt von Recklinghausen verbringen, soll der Areopag ein Platz sein, an dem sie entspannen, sich treffen, austauschen und Lebensfragen aufgreifen können. Das Jugendpastorale Zentrum Areopag bietet Jugendlichen die Möglichkeit, ihren Raum selber zu gestalten und mit Leben zu füllen. So können auch Werte- und Glaubensfragen mit unterschiedlichen Zugängen angegangen werden. Durch die Trägerschaft und Unterstützung aller katholischen Kirchengemeinden in Recklinghausen und die Kooperation mit Schulen kann ganzheitliche außerschulische Bildung und Begleitung gelingen.
Der Bedarf
Bei einer Umfrage im Jahr 2004 in der Schülerschaft Recklinghausens unter 14-21 Jährigen, bei der mehr als 1650 Fragebögen ausgewertet wurden, stellte sich folgendes Bild dar: Es gibt 12000 schulpflichtige Kinder und Jugendliche in Recklinghausen. Dazu kommen ca. 6000 Schüler und Schülerinnen aus den umliegenden Städten. Alle Schulformen sind in der Innenstadt vorhanden, wobei alleine vier Gymnasien dort liegen und die Berufskollegien sich ebenfalls in der Innenstadt konzentrieren. Daher ergibt sich eine große Zahl von jugendlichen Pendlern, die täglich in die Innenstadt kommen. Schüler und Schülerinnen halten sich viele Stunden des Tages in der Innenstadt auf - in Freistunden oder auch um sich mit Freunden zu treffen. Ihr größtes Anliegen war ein Ort, an dem sie sich zwanglos treffen und günstig ein Getränk oder einen Snack zu sich nehmen können.
Gesellschaftliche Situation
Nicht nur für christliches Leben sind Themen wie „Gemeinschaft“, „Frieden“, „Einsatz für Randgruppen unserer Gesellschaft“ usw. aktueller denn je. In Recklinghausen, wo viele Glaubensrichtungen und Kulturen aufeinandertreffen, andererseits für viele Menschen die Geborgenheit des Glaubens weg bricht, wo Jugendliche auf der Suche nach Werteorientierung und sozialer Stütze sind, braucht es einen Ort, an dem Themen wie „Respekt“, „Offenheit füreinander“, „Menschenwürde“ und „Frieden“ Platz haben. Die Befragung zeigt, dass gesellschaftliche und religiöse Lebensfragen Themen der Jugendlichen sind.
Kirchliche Situation
Jugendliche sind immer seltener kirchlich sozialisiert. Gleichwohl stellen sie Fragen nach der Sinnhaftigkeit des Lebens. Nicht in jeder Gemeinde sind Seelsorger vor Ort, die sich vorrangig um Belange der Jugendlichen kümmern können. Auch Jugendgruppen erfahren eine größere Gemeinschaft Gleichaltriger nicht mehr nur in ihrer Kirchengemeinde. Um Jugendlichen dauerhaft ein Ansprechpartner zu sein, werden Synergieeffekte der Kirchengemeinden genutzt und die Jugendarbeit in den Gemeinden unterstützt.
Städtebauliche Situation
Ein bedeutsames Portal zur Innenstadt ist das Steintor. Vor der Eröffnung des Areopags am 19.04.2008 stand das Haus mit der denkmalgeschützten Fassade viele Jahre leer. Das Steintor lädt mit dem Areopag nun herzlicher in die Innenstadt ein.

